Ringvorlesung

Das Walther-Schücking-Institut veranstaltet üblicherweise in jedem akademischen Jahr eine Ringvorlesung zu aktuellen und grundlegenden Fragen des Völker- und Europarechts mit namhaften Referenten aus dem In- und Ausland. Die Ringvorlesung richtet sich nicht nur an Studierende, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Termine

Die Ringvorlesung findet jeweils donnerstags in der Zeit von 18 Uhr c.t. bis ca. 20 Uhr im CAP 2 (Audimax) Hörsaal K statt. Die einzelnen Termine werden gesondert über den Terminkalender, den WSI-Newsletter und auf Facebook bekanntgegeben.

 

2018/19: Alternative Zugänge zur Rechtswissenschaft - Vielfältigkeit und Verschiedenheit als inhaltliches und methodisches Programm

Diese dreigliedrige Vortragsreihe möchte dazu anregen, sich mit rechtswissenschaftlichen Arbeitsweisen auseinanderzusetzen, die abseits der "klassischen" Lehre Themen und Methoden in den Blick nehmen, die besonders darauf ausgerichtet sind, Unterschiedlichkeiten – etwa in Geschlecht und sexueller Identität, Klasse und Herkunft – rechtlich zu greifen.

Termine:

Selma Gather, Feministische Perspektiven auf das Recht: 25.4.2019, 18:00–20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal A

 

Krankheitsdingt ersatzlos abgesagt - Juana Remus, Queer-feministische Perspektiven auf das Recht: 23.5.2019, 18:00–20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal E

 

Judith Hackmack, Postkoloniale Perspektiven auf das Recht: 20.6.2019, 18:00–20:00 Uhr, CAP2 – Hörsaal F

 

Im Anschluss an die Vorträge freuen wir uns, Sie/Euch alle zu einem kleinen Empfang zusammen mit den Referent*innen einzuladen.

Gefördert durch den Diversitätsfonds und die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der CAU

Kontakt: Sarah Imani, Jens Theilen, Katharina Wommelsdorff

 

2016/17: VölkerrechtsKulturen

Das Völkerrecht gestaltet seiner Idee nach eine globale Ordnung. Multilaterale Verträge binden Staaten weltweit an dieselben Regeln, das universelle Gewohnheitsrecht erfasst alle Staaten gleichermaßen. Gegenüber allen Staaten erhebt das Völkerrecht denselben Anspruch auf Beachtung. Bei näherer Betrachtung unterscheiden sich die Verständnisse vom und die Zugänge zum Völkerrecht und seinen Regeln indes. Während Deutschland seine Außenpolitik traditionell eng an den völkerrechtlichen Bindungen orientiert, pflegen andere einen interessengeleiteten pragmatischen Umgang mit dem Völkerrecht. Wieder andere Staaten sehen in der Teilnahme am völkerrechtlichen Verkehr primär die Möglichkeit des Anschlusses an die internationale Politik, auch wenn sie im Völkerrecht eine noch immer westlich geprägte Ordnung erblicken, die der Korrektur bedarf. Welche Zugänge andere Staaten, Regionen und Kulturen zum Völkerrecht haben, welche Themen für sie wichtig sind und wie angesichts der Differenz der universelle Anspruch des Völkerrechts aufrecht erhalten werden kann, ist Gegenstand der Ringvorlesung des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht im akademischen Jahr 2016/2017.