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Prof. Dr. Kerstin Odendahl

Prof. Dr. Kerstin Odendahl

Institutsdirektorin und Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät

Westring 400, R.3.34
Telefon: +49 431 880-2149
Telefax: +49 431 880-1619

Zur Person

Prof. Dr. Kerstin Odendahl wurde in Hamburg geboren und wuchs in Mexiko-City auf. Nach dem Abitur in Leverkusen studierte sie Rechtswissenschaften und Internationale Beziehungen an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn,  dem Institut d‘Etudes Politiques Aix-en-Provence und der Universität Trier. Dem Erwerb des „Certificat d‘Etudes Politiques“ in Aix-en-Provence 1991 folgte 1994 das Erste Juristische Staatsexamen in Trier. Im Anschluss arbeitete Kerstin Odendahl als Wissenschaftliche Mitarbeiterin von Prof. Dr. Dr. Udo Di Fabio und Prof. Dr. Gerhard Robbers. 1997 wurde sie mit der Arbeit „Die Umweltpflichtigkeit der Souveränität“ in Trier promoviert.

Von 1996 bis 1998 absolvierte Kerstin Odendahl das Referendariat in Cottbus und legte dort 1998 das Zweite Juristische Staatsexamen ab. Zwischen 1998 und 2000 arbeitete sie in Berlin, wo sie im Auftrag der drei Berliner Universitäten den interdisziplinären Postgraduiertenstudiengang „Europawissenschaften“ aufbaute und koordinierte. Im Jahr 2000 wechselte sie nach Trier, um sich als Leiterin eines DFG-Projekts für Nachwuchswissenschaftler der Habilitation zu widmen. Diese erfolgte im Februar 2004 auf Grundlage der Schrift „Kulturgüterschutz. Entwicklung, Struktur und Dogmatik eines ebenenübergreifenden Normensystems“. Ihr wurde die venia legendi für Öffentliches Recht, Völker- und Europarecht verliehen.

Im Oktober 2004 übernahm Kerstin Odendahl den Lehrstuhl für Völker- und Europarecht an der Universität St. Gallen, Schweiz, wo sie 2009 zur Dekanin der Juristischen Fakultät gewählt wurde. Im Februar 2010 erhielt sie einen Ruf an die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Der Ruf erfolgte mit Unterstützung des Programms „Rückkehr deutscher Wissenschaftler aus dem Ausland“, das die German Scholars Organization im Auftrag der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung durchführt. Seit Februar 2011 ist Kerstin Odendahl Inhaberin des Lehrstuhls für Öffentliches Recht mit Schwerpunkt Völkerrecht, Europarecht und Allgemeine Staatslehre sowie Geschäftsführende Direktorin des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht. 2014 übernahm sie das Amt der Pro-Dekanin der Rechtswissenschaftlichen Fakultät. 2015 wurde sie zum Ordentlichen Mitglied der Akademie der Wissenschaften in Hamburg gewählt.

Seit 2005 ist Kerstin Odendahl in die Aktivitäten der „Hague Academy for International Law“ eingebunden. Dort war sie von 2005 bis 2008 als Programmbeauftragte für die „Seminars for Advanced Studies“ verantwortlich. 2012 leitete sie im Sommerprogramm der Akademie als französischsprachige „Director of Studies“ die Vorbereitungskurse auf das Abschlussdiplom. Gastprofessuren führten sie an die Université Paris I Panthéon Sorbonne (2005), das Georgetown University Law Center, Washington D.C. (2007), die Universidad de Oviedo (2008) und die Université Paris II Panthéon-Assas (2015). Daneben lehrt sie regelmäßig an der Paris-Sorbonne University Abu Dhabi (seit 2009), der Karl-Franzens-Universität Graz (seit 2010), der International Hellenic University Thessaloniki (seit 2012) und der Universität St. Gallen (seit 2013).

Die Forschungsschwerpunkte von Kerstin Odendahl liegen bei den Grundlagen des Völker- und Europarechts, dem internationalen Umwelt,- Kultur- und Sicherheitsrecht, den Menschenrechten und der friedlichen Streitbeilegung.