Vorlesung: Völkerstrafrecht

Angaben

Vorlesung, 2 SWS, benoteter Schein, ECTS-Studium, Prüfungen für LL.M.-, Erasmus- und IPIR-Studierende
Zeit und Ort: Di 10:15 - 11:45, OS40, R.13
vom 10.4.2018 bis zum 10.7.2018

1. Prüfungstermin (Klausur am Ende der Vorlesungszeit eines Semesters): 17.7.2018, 10:00 - 12:00 Uhr, Raum OS40, R.13
2. Prüfungstermin NUR FÜR IPIR-STUDIERENDE!  (Klausur zu Beginn der Vorlesungszeit des Folgesemesters): 9.10.2018, 14:00 - 18:00 Uhr, Raum wird noch bekannt gegeben (Hinweis: Bitte seien Sie pünktlich am 9.10.2018, 14.00 Uhr s.t. Die Prüfung dauert 2 Stunden und wird zusammen mit anderen Prüfungen durchgeführt. Sollten Sie an zwei Prüfungen teilnehmen wollen, können Sie sich die Reihenfolge aussuchen.)

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Die Veranstaltung richtet sich vorwiegend an Studierende der Rechtswissenschaft im Schwerpunktbereich 6 (Völker- und Europarecht) sowie an Studierende des Masterstudiengangs „Internationale Politik und Internationales Recht“ (IPIR). Für Studierende des Schwerpunktbereiches 6 ist die Vorlesung ein Pflichtfach, für IPIR-Studierende ist sie ein Wahlpflichtfach. Studierende der Rechtswissenschaft aus anderen Schwerpunktbereichen sowie Studierende anderer Fächer, die bereit sind, sich in das Thema einzuarbeiten, sind ebenfalls willkommen. Völkerrechtliche Grundkenntnisse (insb. diejenigen aus der Vorlesung „Völkerrecht I“ im Wintersemester) werden als gegeben vorausgesetzt.
Sprechstunden: Nach Vereinbarung mit dem Sekretariat (swagner@wsi.uni-kiel.de)

Inhalt

Inhalt der Vorlesung ist ein junges Völkerrechtsgebiet, das (nach ersten Anfängen durch die Kriegsverbrecherprozesse von Nürnberg) seit den 1990er Jahren eine bedeutende Entwicklung erfahren hat: die internationale strafrechtliche Verantwortlichkeit des Einzelnen für die Begehung der schwersten völkerrechtlichen Verbrechen. Die Vorlesung gliedert sich in drei große Teile. Nach einem kurzen historischen Rückblick werden zunächst die vier völkerrechtlichen Verbrechen (Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Kriegsverbrechen und Aggression) behandelt. Es folgen die allgemeinen Strafbarkeitsvoraussetzungen (Zurechenbarkeit, Täterschaft und Teilnahme, Vorgesetztenverantwortlichkeit, subjektive Tatbestandsvoraussetzungen, Straffreistellungsgründe etc.), um abschließend die einzelnen internationalen Strafgerichte (Internationaler Strafgerichtshof, Jugoslawien- und Ruanda-Tribunale, hybride Tribunale wie das Libanon-Tribunal etc.) zu thematisieren. Insb. im letzten Teil wird auf aktuelle Fälle eingegangen. Eine detaillierte Gliederung der Veranstaltung sowie alle Materialien sind demnächst auf OLAT abrufbar (bitte anmelden!).

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 50