Vorlesung: Humanitäres Völkerrecht

Angaben

Vorlesung, 2 SWS, ECTS-Studium
für ERASMUS-/Austauschstudierende geeignet
Zeit und Ort: Di 14:15 - 15:45, CAP3 - Hörsaal 3
vom 10.4.2018 bis zum 10.7.2018

1. Prüfungstermin (Klausur am Ende der Vorlesungszeit eines Semesters): 17.7.2018, 14:00 - 16:00 Uhr, Raum CAP3 - Hörsaal 3
2. Prüfungstermin (Klausur zu Beginn der Vorlesungszeit des Folgesemesters): 9.10.2018, 14:00 - 18:00 Uhr

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie – als freiwilliges Zusatzangebot – an Studierende der Rechtswissenschaft im Schwerpunktbereich 6 (Völker- und Europarecht) sowie – als Wahlpflichtfach – an Studierende des Masterstudiengangs „Internationale Politik und Internationales Recht“. Studierende der Rechtswissenschaft aus anderen Schwerpunktbereichen sowie Studierende anderer Fächer, die bereit sind, sich in das Thema einzuarbeiten, sind ebenfalls willkommen. Völkerrechtliche Grundkenntnisse (insbesondere diejenigen aus der Vorlesung „Völkerrecht I“ im Wintersemester) werden vorausgesetzt.

ACHTUNG: Der 2. Prüfungstermin ist nur IPIR-Studierenden offen. (Hinweis: Bitte seien Sie pünktlich am 9.10.2018, 14.00 Uhr s.t. in dem angegebenen Hörsaal. Die Prüfung dauert 2 Stunden und wird zusammen mit anderen Prüfungen durchgeführt). Sollten Sie an zwei Prüfungen teilnehmen wollen, können Sie sich die Reihenfolge aussuchen.

Inhalt

Angesichts dessen, dass eine Welt ohne Krieg und andere bewaffnete Auseinandersetzungen noch immer unerfüllte Utopie ist, kommt der Einhegung von Gewalt in bewaffneten Konflikten zentrale Bedeutung zu. Vor allem die Schrecken der ersten Massenkriege im 19. Jahrhundert und der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts haben das heutige Recht der bewaffneten Konflikte geprägt, das sich um eine Humanisierung von Krieg und Bürgerkrieg bemüht (daher auch: Humanitäres Völkerrecht, HVR). Zugleich fordern neue Arten der Kampfführung das HVR heraus: asymmetrische Konflikte, neue Technologien (cyber warfare, automatisierte Waffensysteme), hybride Kriegsführung u.a.
Der Kurs behandelt nach einer Einführung in die Grundlagen die vom HVR erfassten Situationen (internationale/nicht-internationale bewaffnete Konflikte) und Akteure (Kombattanten/Nichtkombattanten), den Schutz von Verwundeten und Kriegsgefangenen sowie den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten. Ein Schwerpunkt liegt auf Beschränkungen der eigentlichen Kampfhandlungen durch das Verbot von bestimmten Methoden und Mitteln der Kampfführung und den Schutz nicht-militärischer Objekte (Zivilpersonen und zivile Einrichtungen, Kulturgüter, Umwelt). Aktuelle Probleme und Entwicklungen werden durchgängig in die rechtliche Analyse einbezogen.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 70