Prof. Dr. Andreas von Arnauld - Lehrveranstaltungen

Andreas von Arnauld

Vorlesung: Humanitäres Völkerrecht

Angaben

Vorlesung, 2 SWS, ECTS-Studium
für ERASMUS-/Austauschstudierende geeignet
Zeit und Ort: Di 14:15 - 15:45, CAP3 - Hörsaal 3
vom 10.4.2018 bis zum 10.7.2018

Prüfungstermine: siehe UNIVIS und OLAT

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Die Veranstaltung richtet sich in erster Linie – als freiwilliges Zusatzangebot – an Studierende der Rechtswissenschaft im Schwerpunktbereich 6 (Völker- und Europarecht) sowie – als Wahlpflichtfach – an Studierende des Masterstudiengangs „Internationale Politik und Internationales Recht“. Studierende der Rechtswissenschaft aus anderen Schwerpunktbereichen sowie Studierende anderer Fächer, die bereit sind, sich in das Thema einzuarbeiten, sind ebenfalls willkommen. Völkerrechtliche Grundkenntnisse (insbesondere diejenigen aus der Vorlesung „Völkerrecht I“ im Wintersemester) werden vorausgesetzt.

ACHTUNG: Der 2. Prüfungstermin ist nur IPIR-Studierenden offen. (Hinweis: Bitte seien Sie pünktlich am 9.10.2018, 14.00 Uhr s.t. in dem angegebenen Hörsaal. Die Prüfung dauert 2 Stunden und wird zusammen mit anderen Prüfungen durchgeführt). Sollten Sie an zwei Prüfungen teilnehmen wollen, können Sie sich die Reihenfolge aussuchen.

Inhalt

Angesichts dessen, dass eine Welt ohne Krieg und andere bewaffnete Auseinandersetzungen noch immer unerfüllte Utopie ist, kommt der Einhegung von Gewalt in bewaffneten Konflikten zentrale Bedeutung zu. Vor allem die Schrecken der ersten Massenkriege im 19. Jahrhundert und der beiden Weltkriege des 20. Jahrhunderts haben das heutige Recht der bewaffneten Konflikte geprägt, das sich um eine Humanisierung von Krieg und Bürgerkrieg bemüht (daher auch: Humanitäres Völkerrecht, HVR). Zugleich fordern neue Arten der Kampfführung das HVR heraus: asymmetrische Konflikte, neue Technologien (cyber warfare, automatisierte Waffensysteme), hybride Kriegsführung u.a.
Der Kurs behandelt nach einer Einführung in die Grundlagen die vom HVR erfassten Situationen (internationale/nicht-internationale bewaffnete Konflikte) und Akteure (Kombattanten/Nichtkombattanten), den Schutz von Verwundeten und Kriegsgefangenen sowie den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten. Ein Schwerpunkt liegt auf Beschränkungen der eigentlichen Kampfhandlungen durch das Verbot von bestimmten Methoden und Mitteln der Kampfführung und den Schutz nicht-militärischer Objekte (Zivilpersonen und zivile Einrichtungen, Kulturgüter, Umwelt). Aktuelle Probleme und Entwicklungen werden durchgängig in die rechtliche Analyse einbezogen.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 70

 

Vorlesung: Peace and Security in International Law

Angaben

Vorlesung, 2 SWS, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 6
Zeit und Ort: Mo 14:15 - 15:45, LMS6 - R.11[Gr.Hörsaal PC]
vom 9.4.2018 bis zum 9.7.2018

Prüfungstermine: siehe UNIVIS und OLAT

Voraussetzungen/ Organisatorisches

ACHTUNG: Der 2. Prüfungstermin ist nur IPIR-Studierenden offen. (Hinweis: Bitte seien Sie pünktlich am 8.10.2018, 14.00 Uhr s.t. in dem angegebenen Hörsaal. Die Prüfung dauert 2 Stunden und wird zusammen mit der Prüfung "Staatsrecht III" durchgeführt). Sollten Sie an beiden Prüfungen teilnehmen wollen, können Sie sich die Reihenfolge aussuchen.

This course is primarily directed – on a voluntary basis – at law students enrolled in “International and European Law” as their major field of study (Schwerpunktbereich 6), and – as an elective subject – at students enrolled in the M.A. Programme “International Law and International Politics”. Law students with other fields of specialisation or students of other disciplines interested in the subject matter are welcome to participate. Basic knowledge of Public International Law as taught in the course “Public International Law I” (winter term) will be expected.

Inhalt

Attempts to restrict the sovereign ‘right to go to war’ (jus ad bellum) by means of international law have a long history. Not until the 20th century, however, has the quest for ‘peace through law’ resulted in an international ban on wars of aggression (Kellogg Briand Pact of 1928). Since 1945, the Charter of the United Nations outlaws the inter-State use of force, except in situations of self-defence or under a mandate by the U.N. Security Council. Legally, the idea of ‘the jus ad bellum has thus been replaced by a jus contra bellum. After tracing the legal development up to the U.N. Charter, the course focuses on the U.N. system of international peace and security as laid out in Chapters VI, VII and VIII of the Charter, with a special emphasis on the prohibition of the use of force and the Chapter VII powers of the Security Council. Another focus will be on today’s challenges to this system, especially those posed by international terrorism and grave violations of human rights which the Council repeatedly has failed to address adequately. Current events will, unfortunately, provide ample examples for discussion.
Zusätzliche Informationen

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 50

 

Vorlesung: Staatsrecht III

Angaben

Vorlesung, 2 SWS
Zeit und Ort: Di 12:15 - 13:45, CAP3, Hörsaal 3
vom 10.4.2018 bis zum 17.7.2018

Prüfungstermine: siehe UNIVIS und OLAT

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Beginn der Veranstaltung am: 10. April 2018.
ACHTUNG: Der 2. Prüfungstermin ist nur IPIR-Studierenden offen. (Hinweis: Bitte seien Sie pünktlich am 8.10.2018, 14.00 Uhr s.t. in dem angegebenen Hörsaal. Die Prüfung dauert 2 Stunden und wird zusammen mit der Prüfung "Peace and Security in International Law" durchgeführt). Sollten Sie an beiden Prüfungen teilnehmen wollen, können Sie sich die Reihenfolge aussuchen.

Die Vorlesung richtet sich an Jura-Studierende im 3. Fachsemester, die Staatsrecht I und II gehört haben, sowie an Studierende des Master-Studiengangs „Internationale Politik und Internationales Recht“ in deren 1. Semester. Studierende anderer Fachbereiche, die Interesse an den Bezügen des deutschen Rechts zum Völker- und Europarecht haben, sind ebenfalls willkommen.

Inhalt

Das Grundgesetz verfasst die Bundesrepublik Deutschland als einen für die internationale Kooperation und die europäische Integration offenen Verfassungsstaat. Zunehmend wirken europäische Einigung und Globalisierung auf das deutsche Recht ein. Kompetenzen und Rechtsbindungen der auswärtigen Gewalt sowie die verfassungsrechtlichen "Scharniere" zum Völkerrecht und zum Europarecht stehen im Zentrum der Vorlesung.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 250

 

Seminar: Das Völkerrecht im Cyberspace

Angaben

Seminar, ECTS-Studium, ECTS-Credits: 6
Zeit und Ort: Blockveranstaltung 6.7.2018-8.7.2018, Raum n.V.
Vorbesprechung:
17.4.2018, 18:00 - 20:00 Uhr, Raum WR400, R.03.19

Weitere Informationen finden Sie im UNIVIS und in OLAT.

Voraussetzungen/ Organisatorisches

Das Seminar findet zusammen mit Prof. Dr. Anne Peters (MPI Heidelberg/FU Berlin) und Studierenden aus Berlin und Heidelberg statt und wird im Dr. Otto Bagge-Kolleg im Ostseeort Sehlendorf durchgeführt.
ACHTUNG: Bitte lassen Sie sich eines von den noch offen stehenden Themen reservieren. Adressatenkreis: Das Seminar richtet sich vorwiegend an Studierende der Rechtswissenschaft im Schwerpunktbereich 6 (Völker- und Europarecht) sowie an Studierende des Masterstudiengangs „Internationale Politik und Internationales Recht“.

Die Themen werden auch unter OPEN OLAT veröffentlicht. Interessentinnen und Interessenten werden gebeten, sich dort zu registrieren und sich für ein Thema verbindlich anzumelden.
E-Mail bitte an Frau Carmen Thies (cthies@wsi.uni-kiel.de).
Die Teilnahme an der Vorbesprechung ist verpflichtend! Sollten Sie aus wichtigem Grund nicht teilnehmen können, schreiben Sie bitte eine E-Mail an Frau Thies.

Inhalt

Das Völkerrecht im Cyberspace

Grundfragen

1. Staatsgewalt im Cyberspace: Ist Souveränität jenseits von Territorialität möglich?
2. Cyberspace als globales öffentliches Gut?
3. Private Akteure als Standardsetzer im Cyberspace
4. Staatliche Jurisdiktion über Internetsachverhalte und ihre völkerrechtlichen Grenzen (am Beispiel des Datenschutzes)
5. Die völkerrechtliche Verantwortung von Staaten für schädliche Cyberaktivitäten: Das Problem der Zurechnung völkerrechtswidriger Handlungen
6. Due diligence und Vorsorgeprinzip im Cyberspace: völkerrechtliche Konturen

Rechtspositionen des Internetnutzers

7. Der Zugang zum Internet: ein Menschenrecht?
8. Staatliche Überwachungsmaßnahmen im Cyberspace und extraterritoriale Geltung von Menschenrechten
9. Das Recht auf Schutz der Privatsphäre im Cyberspace
10. Facebook, Google & Co. als Zensoren des Internet?
11. Netzneutralität: ein menschenrechtliches Gebot?
12. Die Bekämpfung von Cyberkriminalität (am Beispiel des „Darknet“?)

Staatliche Rechtspositionen

13. Ist Cyberspionage völkerrechtswidrig?
14. Manipulation politischer Prozesse durch ausländische Staaten mit Hilfe sozialer Medien
15. Abwehr von Cyberangriffen unterhalb der Gewaltschwelle: völkerrechtliche Grundlagen und Grenzen
16. Cyberangriffe als Bündnisfall nach Art. 5 NATO-Vertag
17. Cyberangriffe, Gewaltverbot und Selbstverteidigungsrecht im Cyberspace

Humanitäres Völkerrecht
18. Direkte Teilnahme an Feindseligkeiten im „Cyber-Krieg“
19. Das humanitär-völkerrechtliche Unterscheidungsgebot im Cyberspace
20. Daten als militärische oder zivile Objekte?
21. Die Verhältnismäßigkeit des Einsatzes von Cyberwaffen nach HVR

Bitte entnehmen Sie die dem UNIVIS und OLAT, welche Themen noch frei sind.

Zusätzliche Informationen

Erwartete Teilnehmerzahl: 21