Ringvorlesung

Das Walther-Schücking-Institut veranstaltet in jedem akademischen Jahr eine Ringvorlesung zu aktuellen und grundlegenden Fragen des Völker- und Europarechts mit namhaften Referenten aus dem In- und Ausland. Die Ringvorlesung richtet sich nicht nur an Studierende, sondern auch an die interessierte Öffentlichkeit.

Akademisches Jahr 2016/17: VölkerrechtsKulturen

Das Völkerrecht gestaltet seiner Idee nach eine globale Ordnung. Multilaterale Verträge binden Staaten weltweit an dieselben Regeln, das universelle Gewohnheitsrecht erfasst alle Staaten gleichermaßen. Gegenüber allen Staaten erhebt das Völkerrecht denselben Anspruch auf Beachtung. Bei näherer Betrachtung unterscheiden sich die Verständnisse vom und die Zugänge zum Völkerrecht und seinen Regeln indes. Während Deutschland seine Außenpolitik traditionell eng an den völkerrechtlichen Bindungen orientiert, pflegen andere einen interessengeleiteten pragmatischen Umgang mit dem Völkerrecht. Wieder andere Staaten sehen in der Teilnahme am völkerrechtlichen Verkehr primär die Möglichkeit des Anschlusses an die internationale Politik, auch wenn sie im Völkerrecht eine noch immer westlich geprägte Ordnung erblicken, die der Korrektur bedarf. Welche Zugänge andere Staaten, Regionen und Kulturen zum Völkerrecht haben, welche Themen für sie wichtig sind und wie angesichts der Differenz der universelle Anspruch des Völkerrechts aufrecht erhalten werden kann, ist Gegenstand der Ringvorlesung des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht im akademischen Jahr 2016/2017.

Termine

Die Ringvorlesung findet jeweils donnerstags in der Zeit von 18 Uhr c.t. bis ca. 20 Uhr im CAP 2 (Audimax) Hörsaal K statt.