Veröffentlichungen des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht (Reihe)

Neben dem German Yearbook of International Law bildet die Veröffentlichungsreihe des Walther-Schücking-Instituts das zweite besonders wichtige Publikationsorgan. In dieser Reihe werden Habilitationsschriften von Mitgliedern des Instituts und qualifizierte Dissertationen, die von den Direktorinnen und Direktoren des Instituts betreut oder begutachtet wurden, veröffentlicht. Ferner erscheinen in der Schriftenreihe die Tagungsbände der vom Institut ausgerichteten internationalen Symposien und Workshops sowie häufig auch Sammelbände zu den Ringvorlesungen des Instituts, welche regelmäßig zu aktuellen völker- und europarechtlichen Fragestellungen veranstaltet werden.

Anregungen für die Aufnahme von Titeln zu völker-/europarechtlichen Themen in die Schriftenreihe werden gern entgegengenommen. Bitte wenden Sie sich hierzu an Dr. Tina Roeder.

Mehr Informationen zu den aktuellen Bänden der Schriftenreihe finden Sie nachfolgend sowie auf der Homepage von Duncker & Humblot, von wo die Bände auch bestellt werden können.

Aktuelle Ausgabe

Tamme, Philipp: Die Durchsetzung von EU-Recht durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Stellvertretende Verfassungsgerichtsbarkeit zur Effektivierung des Individualrechtsschutzes
Veröffentlichungen des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht an der Universität Kiel (VIIR), Band 201
2018. 689 S.
Aktuelle Ausgabe der WSI-SchriftenreiheIndividualrechte aus dem EU-Recht müssen gerade gegenüber den Mitgliedstaaten der EU wirksam durchsetzbar sein. Philipp Tamme untersucht, inwieweit der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte hierzu beitragen kann. Anhand der in Straßburg bislang entschiedenen Fälle werden die Ursachen für Rechtsschutzdefizite auf nationaler und europäischer Ebene analysiert sowie die formellen und materiellen Voraussetzungen für eine erfolgreiche konventionsrechtliche Sanktionierung von Unionsrechtsverstößen herausgearbeitet. Ausgehend von den allgemeinen Grundlagen wird im Einzelnen die Durchsetzung von Verfahrensrechten, Rechten aus EU-Richtlinien, Freizügigkeitsrechten und politischen Rechten behandelt. Hieran knüpfen jeweils weitergehende Vorschläge an, die auf eine rechtsstaatsorientierte Optimierung des Individualrechtsschutzes im europäischen Mehrebenenverbund abzielen.

Die Arbeit wurde als hervorragende Promotionsleistung mit dem Förderpreis des Kieler Doctores Iuris e.V. ausgezeichnet.