Veröffentlichungen des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht (Reihe)

Neben dem German Yearbook of International Law bildet die Veröffentlichungsreihe des Walther-Schücking-Instituts das zweite besonders wichtige Publikationsorgan. In dieser Reihe werden Habilitationsschriften von Mitgliedern des Instituts und qualifizierte Dissertationen, die von den Direktorinnen und Direktoren des Instituts betreut oder begutachtet wurden, veröffentlicht. Ferner erscheinen in der Schriftenreihe die Tagungsbände der vom Institut ausgerichteten internationalen Symposien und Workshops sowie die Sammelbände zu den Ringvorlesungen des Instituts, welche regelmäßig zu aktuellen völker- und europarechtlichen Fragestellungen veranstaltet werden.

Anregungen für die Aufnahme von Titeln zu völker-/europarechtlichen Themen in die Schriftenreihe werden gern entgegengenommen. Bitte wenden Sie sich hierzu an Dr. Tina Roeder.

Mehr Informationen zu den aktuellen Bänden der Schriftenreihe finden Sie nachfolgend sowie auf der Homepage von Duncker & Humblot, von wo die Bände auch bestellt werden können.

Die Bekämpfung des Terrorismus mit Mitteln des Völker- und Europarechts (199)

Odendahl, Kerstin (Hrsg.)

Band 196

Im Fokus der meisten Publikationen zum internationalen Terrorismus stehen Menschenrechtsfragen (gezielte Tötungen, Gefangenenlager, Terrorlisten, Folter, Datenschutz, Einschränkung von Freiheitsrechten etc.). Umfassend untersucht sind also die (negativen) Folgen der Terrorismusbekämpfung. Der vorliegende Band, der auf eine Ringvorlesung des Walther-Schücking-Instituts für Internationales Recht an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel 2015 / 2016 zurückgeht, ergänzt diese wichtige Debatte und analysiert den Schritt davor. Im Zentrum steht die Frage nach der Effektivität der völker- und europarechtlichen Instrumente zur Terrorismusbekämpfung. [mehr]

Völkerrecht in Kiel. Forschung, Lehre und Praxis des Völkerrechts am Standort Kiel seit 1665 (198)

Arnauld, Andreas von (Hrsg.)

Band 196

Die Christiana Albertina in Kiel war 1665 erst die zweite deutsche Universität, an der ein Lehrstuhl eigens für das Natur- und Völkerrecht eingerichtet wurde, 1914 nahm in Kiel das erste universitäre Institut für internationales Recht in Europa die Arbeit auf. Die Geschichte von Forschung, Lehre und Praxis des Völkerrechts am Standort Kiel ist damit kein bloßer Bericht aus der norddeutschen Provinz; sie erweist sich vielmehr als ein Spiegel der Wissenschaftsgeschichte des Völkerrechts in Deutschland überhaupt. [mehr]

Zur Theorie der internationalen Offenheit und der Völkerrechtsfreundlichkeit einer Rechtsordnung und ihrer Erprobung am Beispiel der EU-Rechtsordnung (197)

Schriewer, Berenike

Band 196

Die Arbeit wirft die Frage nach der Übertragungsfähigkeit der Konzepte der Völkerrechtsfreundlichkeit und internationalen Offenheit der deutschen Rechtsordnung auf. Die einschlägige Literatur hat diese Konzepte bisher überwiegend im Bezug auf einzelne Rechtsordnungen untersucht. Vor dem Hintergrund des erreichten Kenntnisstandes des deutschen Verfassungsdiskurses entwickelt die Arbeit ein abstraktes Modell der internationalen Offenheit und Völkerrechtsfreundlichkeit, das auf beliebige Rechtsordnungen übertragen werden kann. [mehr]

Völkerrechtsgeschichte(n). Historische Narrative und Konzepte im Wandel (196)

Arnauld, Andreas von (Hrsg.)

Band 196

Völkerrechtsgeschichte(n). Der Begriff deutet an, dass die Geschichte des Völkerrechts nicht einfach-linear ist, sondern vielgestaltig und abhängig von der Perspektive dessen, der sie erzählt. Sich mit Geschichte zu befassen, heißt zu fragen, wer an was aus welchem Grund erinnert. Der Begriff deutet zugleich an, dass die Historiographie eng mit jenen Narrativen verbunden ist, die Völker und Staatengruppen zu Kollektiven formen. Welche historischen Gegenbilder schaffen wir mit der Rede vom »Westfälischen System«, wie konstruieren wir Epochen und Zäsuren, wie konzeptualisieren wir historischen Wandel – und aus welcher Perspektive? [mehr]

Das Al Qaida-Sanktionsregime als Ausübung supranationaler Kompetenzen durch den Sicherheitsrat (195)

Beuren, John (Hrsg.)

Das Al Qaida-Sanktionsregime als Ausübung supranationaler Kompetenzen durch den Sicherheitsrat

Als internationale Organisation sind die Vereinten Nationen prinzipiell auf die Regelung von Rechtsbeziehungen zwischen den Staaten angelegt. Wie können ihnen, wie es der Titel der Arbeit zu unterstellen scheint, dann supranationale Kompetenzen zugeschrieben werden? Eine supranationale Organisation zeichnet sich insbesondere durch die Fähigkeit aus, unter Rückgriff auf einen Anwendungsvorrang vor staatlichem Recht unmittelbar bindende Normen für Individuen erlassen zu können. Tatsächlich haben die Vereinten Nationen bereits diverse supranationale Regelungsregime eingerichtet. [mehr]

Der Status von Gruppen im Völkerrecht (194)

Matz-Lück, Nele (Hrsg.)

Der Status von Gruppen im VölkerrechtDer vorliegende Sammelband versucht, die Vielschichtigkeit des Begriffs der »Gruppe« im Völkerrecht umfassend abzubilden und die völkerrechtliche Entwicklung des Status bestimmter Gruppen nachzuzeichnen. Dazu wird der Frage nachgegangen, ob und in welchem Umfang das Völkerrecht Gruppen von Personen als bedingt rechtsfähige Einheiten wahrnimmt. Der Begriff der Gruppe spielt in aktuellen Erörterungen zum Völkerrecht eine wichtige Rolle, wenn z.B. Flüchtlinge, Minderheiten oder indigene Völker als Kategorien erörtert werden, deren Mitglieder wegen der Gruppenzugehörigkeit schutzbedürftig erscheinen. [mehr]

Ältere Veröffentlichungen in der WSI-Reihe

 

Eine Tabelle gibt Ihnen Überblick über die älteren Bände in der Reihe, jeweils mit Link zum Verlag, wo Sie Näheres zum Inhalt und Bestellinformationen finden.

 

   
193 (2017)

Seifert, Philip: Das UNESCO-Übereinkommen zum Schutz des Kultur- und Naturerbes der Welt und die Rechtsordnung der Bundesrepublik Deutschland

 Verlag
192 (2016) Thienel, Tobias: Drittstaaten und die Jurisdiktion des Internationalen Gerichtshofs. Die Monetary Gold-Doktrin Verlag
191 (2015) Arnauld, Andreas von (Hrsg.), Matz-Lück, Nele (Hrsg.), Odendahl, Kerstin (Hrsg.): 100 Years of Peace through Law: Past and Future Verlag
190 (2015) Delbrück, Jost: Die internationale Verkehrsordnung: Grenzüberschreitender Verkehr zu Lande, auf Binnenwasserstraßen und in der Luft Verlag
189 (2014) Odendahl, Kerstin (Hrsg.): Räume im Völker- und Europarecht Verlag
188 (2014) Dörschner, Jonas: Vermeidungsverhalten bei religiöser Verfolgung. Die Auslegung der Flüchtlingsdefinition durch das Bundesverfassungs- und Bundesverwaltungsgericht bis zum 29. April 2004 und die EU-Qualifikationsrichtlinie Verlag
187 (2014) Delbrück, Jost (Hrsg.), Heinz, Ursula (Hrsg.), Odendahl, Kerstin (Hrsg.), Matz-Lück, Nele (Hrsg.), Arnauld, Andreas von (Hrsg.): Aus Kiel in die Welt: Kiel's Contribution to International Law (Festschrift zum 100jährigen Bestehen des Walther-Schücking-Instituts) Verlag
186 (2014) Neumann, Simon: Die Europäische Grenzschutzagentur Frontex. Integrierter Außengrenzschutz und humanitäre Standards Verlag
185 (2013) Odendahl, Kerstin (Hrsg.): Internationales und europäisches Atomrecht. Die militärische und friedliche Nutzunf der Atomenergie aus Sicht des Völker- und Europarechts Verlag
184 (2013) Laptew, Alexej: Das Recht auf ein faires Gerichtsverfahren (Art. 6 Abs. 1 EMRK) und sein Einfluss auf das russische Zivilprozess- und Zwangsvollstreckungsrecht Verlag
183 (2013) Hanschel, Dirk (Hrsg.), Kielmannsegg, Sebastian Graf (Hrsg.), Kischel, Uwe (Hrsg.), Koenig, Christian (Hrsg.), Lorz, Ralph Alexander (Hrsg.): Mensch und Recht (Festschrift für Eibe Riedel zum 70. Geburtstag) Verlag
182 (2012) Güssow, Kerstin: Sekundärer maritimer Klimaschutz: das Beispiel der Ozeandüngung Verlag
181 (2012) Giegerich, Thomas (Hrsg.), Heinz, Ursula (Hrsg.): Herausforderungen und Perspektiven der EU Verlag
180 (2012) Jötten, Sara: Enforced Disappearances und EMRK Verlag

Alle früheren Bände der Reihe finden Sie in dieser Übersicht bei Duncker & Humblot.