FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zum ERASMUS-Programm:

1. Was ist das ERASMUS-Programm?

Das ERASMUS-Programm der Europäischen Union (EuRopean Action Scheme for the Mobility of University Students) fördert die Mobilität europäischer Studierender und ermöglicht es jährlich 200.000 Studierenden ein Auslandsstudium oder Praktikum in einem anderen europäischen Land zu absolvieren.

Jura-Studierende können durch dieses Programm nicht nur einen vertieften Einblick in ein fremdes Rechtssystem erlangen, sondern auch ihre fremdsprachlichen Kenntnisse verbessern sowie ihre interkulturellen Kompetenzen stärken und weitere wertvolle Erfahrungen für die berufliche Zukunft sammeln.

2. Welche Förderung erhalte ich durch das ERASMUS-Programm?

 

ERASMUS-Studierende sind im Ausland von den Studiengebühren an der Gastuniversität befreit, so dass die Studierenden lediglich Kosten, wie Einschreibegebühren, Sozialbeitrage, Versicherungsprämien und Gebühren für Sprachkurse tragen müssen, sofern diese anfallen. Diese und andere finanziellen Mehrbelastungen, die mit einem Auslandsstudium verbunden sind, werden jedoch größtenteils durch den monatlichen Mobilitätszuschuss der EU ausgeglichen. Dieser kann bis zu 300 € pro Monat betragen, hängt vom Land ab.

Gruppe 1 (300,- €): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien (z.Zt. keine Partnerschaft), Irland (keine Partnerschaft), Italien, Liechtenstein (keine Partnerschaft), Norwegen, Österreich, Schweden (z.Zt. keine Partnerschaft)

Gruppe 2 (250,- €): Belgien, Griechenland, Island (keine Partnerschaft), Kroatien (keine Partnerschaft), Luxemburg (keine Partnerschaft), Zypern (keine Partnerschaft), Niederlande, Portugal(keine Partnerschaft), Slowenien (keine Partnerschaft), Spanien, Tschechien, Türkei 

Gruppe 3 (200,- €): Bulgarien (keine Partnerschaft), Estland (keine Partnerschaft), Lettland (keine Partnerschaft), Litauen, Malta (keine Partnerschaft), Mazedonien (keine Partnerschaft), Polen, Rumänien(keine Partnerschaft), Slowake(keine Partnerschaft)i , Ungarn (keine Partnerschaft)

ERASMUS+-Studierende erhalten außerdem Unterstützung bei der fachlichen und sprachlichen Vorbereitung und werden bzgl. der Unterkunft, kultureller Angebote etc. von der Gastinstitution betreut.

3. Wie und wann kann ich mich für das ERASMUS-Programm bewerben und welche Voraussetzung muss ich erfüllen?

Um am ERASMUS-Programm teilnehmen zu können müssen Sie über die akademischen und sprachlichen Voraussetzungen für einen erfolgreichen Verlauf des Auslandsstudiums verfügen sowie Staatsangehöriger eines Mitgliedsstaates der EU sein.

Ihre Bewerbung muss folgende Unterlagen enthalten:

  1. Bewerbungsformular
  2. Lichtbild
  3. Tabellarischer Lebenslauf
  4. Kopie des Abiturzeugnisses (bitte das Original mitbringen)
  5. Aufstellung der bisher erworbenen Leistungsnachweise
    (bei Abgabe der Bewerbung die Originalscheine bitte mitbringen)
  6. Sprachnachweis


Ihre Bewerbungsunterlagen können Sie persönlich bei Frau Carmen Thies abgeben (bitte daran denken, die Originale der Leistungsnachweise mitbringen) - bitte einen Termin mit Frau Thies abmachen (cthies@wsi.uni-kiel.de).

4. Welcher Zeitpunkt ist erfahrungsgemäß der beste für ein ERASMUS-Studium?

Sie könnten zwar grundsätzlich zu jedem Zeitpunkt während Ihres Studiums am ERASMUS-Programm teilnehmen, aber die o.g. Voraussetzungen müssen erfüllt sein, d.h. dass Sie nicht vor der Zwischenprüfung gehen sollten. Außerdem müssen Sie an der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel immatrikuliert sein.

Am besten eignet sich erfahrungsgemäß eine Teilnahme im 5./6. bzw. 7./8. Fachsemester, wobei wir zu einer Teilnahme ab 5. Fachsemester, also nach Bestehen der Zwischenprüfung, raten.

5. Wo kann ich mein Auslandsstudium im Rahmen des ERASMUS-Programms verbringen?

Die Rechtswissenschaftliche Fakultät unterhält aktuell Partnerschaften mit 24 Universitäten in insgesamt 17 Ländern. Eine genaue Übersicht über unsere Partneruniversitäten und die zur Verfügung stehenden Plätze finden sie hier.

6. Kann ich mein Auslandsstudium auch an zwei verschiedenen Universitäten verbringen („Splitting“)?

Ein „Splittung“ Ihres Auslandsaufenthaltes ist mit dem neuen ERASMUSplus Progamm wieder möglich !

Sie suchen sich zwei Universitäten aus, an denen Sie in einem Akademischen Jahr studieren wollen (ACHTUNG: Sie müssen die Vorlesungssprache können!)  und tragen diese Kombination in das Bewerbungsformular ein - Sie sollten auf jeden Fall noch zwei weitere Kombinationen wählen.

Kommen Sie am besten in das ERASMUS-Büro, aber verabreden Sie bitte vorher einen Termin mit Frau Thies (cthies@wsi.uni-kiel.de).

Weitere Informationen erhalten Sie im International Center.

7. Kann ich mir im Ausland erbrachte Leistungen für mein Studium in Kiel anerkennen lassen?

An der ausländischen Gastuniversität erworbene Scheine können grundsätzlich nicht als Studienleistungen für das rechtswissenschaftliche Studium in Kiel anerkannt werden, insbesondere können im Ausland erworbene Scheine grundsätzlich nicht die Scheine der Übungen für Fortgeschrittene ersetzen. Eine Anerkennung ist nur unter den strengen Voraussetzungen des § 2 Abs. 3 JAVO möglich. Eine Anrechnung dieser Studienleistungen hat jedoch zur Konsequenz, dass die Semester in denen diese Leistungen erbracht wurden für die Berechnung der Freischussfrist voll mitgerechnet werden. Nähere Informationen hierzu erteilt das JPA Schleswig.

Die im Ausland erbrachten Leistungen können von der Prüfungskommission in Schleswig jedoch im Rahmen des mündlichen Teils des ersten Staatsexamens nach Maßgabe des § 21 Abs. 3 JAVO als Sozialpunkte in die Gesamtwertung einbezogen werden.

Wichtiger Hinweis: Für die Richtigkeit und Aktualität der vorgenannten Informationen wird keine Gewähr übernommen.

8. Kann ich für die Zeit meines ERASMUS-Studiums eine Verlängerung der Freischussfrist bekommen?

Ja, die Zeit des ERASMUS-Studiums wird auf Antrag gemäß § 22 Abs. 3 Nr.2 JAVO bei der Berechnung der Freischussfrist nicht berücksichtigt, wenn in jedem Semester an der Gastuniversität mindestens ein "fremdsprachiger Leistungsnachweis in einer juristischen Disziplin" erbracht wurde. Um das weitere Studium in Hinblick auf den Freischusstermin sicher planen zu können, sollten Sie frühzeitig nach der Rückkehr aus dem Ausland einen entsprechenden Antrag beim Justizprüfungsamt (JPA) in Schleswig stellen. Hierzu benötigen Sie ein Zertifikat von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät (bitte setzen Sie sich mit Frau Thies hin Verbindung).

Nähere Informationen vom JPA finden Sie unter (copy and paste):

http://www.schleswig-holstein.de/DE/Justiz/OLG/Oberlandesgericht/Justizpruefungsamt/_functions/teaser_boxen_dreispaltig.html

 

Wichtiger Hinweis: Die abschließende Entscheidung hierüber liegt beim JPA Schleswig. Für die Richtigkeit und Aktualität der vorgenannten Informationen wird keine Gewähr übernommen.

9. An wen kann ich mich wenden?

ERASMUS/LL.M.-Programme der juristischen Fakultät — Walther-Schücking-Institut für Internationales Recht (WSI)

Fragen zu den Austauschprogrammen der Rechtswissenschaftlichen Fakultät beantwortet Ihnen gerne Frau Carmen Thies aus dem ERASMUS-LL.M.-Büro, Walther-Schücking-Institut, Westring 400, Raum 03/37.

10. Wie sieht es mit einem Auslandspraktikum aus?

Sie können nach Information des Justizprüfungsamtes nach einem ERASMUS-Auslandsaufenthaltes vor dem Ende der Vorlesungszeit der CAU mit einem Praktikum beginnen, wenn folgende Voraussetzungen erfüllt sind:

1. Die Ausbildungsstelle muss in der JAVO vorgesehen sein.

2. Das Praktikum muss in der offiziellen vorlesungsfreien Zeit der ausländischen Universität absolviert werden (Nachweis erforderlich).

3. Das Praktikum muss einen vollen Monat andauern (§§ 187, 188 BGB).

4. Sie müssen während der betreffenden Zeit ordnungsgemäß als Student/in der RF immatrikuliert sein.

Bedenken Sie bitte, dass Sie mindestens 5 Monate Auslandsaufenthalt von der Gastuniversität bestätigen lassen müssen, damit sich die Frist für den Freiversuch um ein ganzes Semester verschiebt. Ab dem Zeitpunkt des Praktikums wird diese Zeit nicht mehr zu der Aufenthaltdauer des Studiums gezählt - hier müssen Sie vorsichtig sein.