FAQ

Antworten auf die häufigsten Fragen zum LL.M.-Programm:

1. Was ist der LL.M., LL.M. Oec., LL.M. Int. bzw. LL.M. Phil.?

Das LL.M.-Programm der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist ein Aufbaustudiengang für Studierende mit einem ausländischen Studienabschluss. Er dient dem Erwerb eines akademischen Titels sowie der Verstärkung des internationalen wissenschaftlichen Austausches und bietet ausländischen Studierenden die Möglichkeit, einen umfassenden Einblick in das deutsche Rechtssystem zu gewinnen und vertiefte Kenntnisse über das europäische und internationale Recht zu erhalten.

LL.M. steht für Magistra/Magister Legum (engl. „Master of Laws“), für den Erwerb der Grundzüge des deutschen Rechts;

LL.M. Oec. steht für Magistra/Magister Legis Oeconomicae, für den Erwerb vertiefter Kenntnisse im Bereich des Wirtschaftsrechts

LL.M. Int.  steht für Magistra/Magister Legis Internationalis, für den Erwerb vertiefter Kenntnisse im Bereich des internationalen Rechts und/oder Rechtsvergleichung

LL.M. Phil. steht für Magistra/Magister Legis Philosophicae, für den Erwerb vertiefter Kenntnisse im Bereich der juristischen Grundlagenfächer

 

Der Grad des LL.M. wird

 

bei erfolgreichem Abschluss des Aufbaustudienganges an Studierende vergeben, die ein rechtswissenschaftliches Studium an einer ausländischen Hochschule abgeschlossen haben, das dem rechtswissenschaftlichen Studiums

an einer deutschen Universität mit erfolgreich abgeschlossener ersten Staatsprüfung entspricht,

 

ODER

 

bei erfolgreichem Abschluss des Aufbaustudienganges an Studierende vergeben, die ein wissenschaftlichen Studiums mit fachlicher Ausrichtung im internationalen oder europäischen Recht an einer ausländischen Hochschule abgeschlossen haben, das einem dreijährigen Studium und anschließendem Master (1 Jahr) an einer wissenschaftlichen Hochschule in Deutschland entspricht.

 

 

2. Kann ich mich als Studentin bzw. Student mit einem deutschen Hochschulabschluss für das LL.M.-Programm bewerben?

Nein, das LL.M.-Programm steht nur Bewerberinnen und Bewerbern mit einem ausländischen wissenschaftlichen Hochschulabschluss offen.

3. Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, um zum LL.M.-Programm zugelassen zu werden?

Um zum LL.M.-Programm zugelassen werden zu können, müssen Sie ein wissenschaftliches Studium an einer ausländischen Hochschule abgeschlossen haben und in der Lage sein, akademischen Lehrveranstaltungen in deutscher Sprache zu folgen, Lehrbücher gut zu verstehen und schriftliche Arbeiten zu verfassen. Nähere Informationen finden Sie hier.

4. Welche Unterlagen muss ich meiner Bewerbung beilegen und bis wann muss ich mich spätestens bewerben?

 

Ihre vollständigen Bewerbungsunterlagen sind bis spätestens 15. Juli an folgende Adresse zu richten (nicht über UNI-Assist):

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Walther-Schücking-Institut
ERASMUS/LL.M.-Büro
z.H. Frau Carmen Thies
Westring 400
24098 Kiel
Germany

Ihre Bewerbungsunterlagen müssen enthalten:

 

5. Für welchen Zeitraum ist das LL.M.-Programm angelegt und wann beginnt es?

Das LL.M.-Programm umfasst ein Winter- und ein Sommersemester. Das Programm beginnt grundsätzlich im Wintersemester (Oktober). Wenn für Sie nur ein Beginn des LL.M.-Programms im Sommersemester in Frage kommt, setzen Sie sich bitte mit Frau Carmen Thies in Verbindung.

6. Wie ist das LL.M.-Programm inhaltlich gestaltet und welche Lehrveranstaltungen muss ich bzw. kann ich besuchen?

Das LL.M.-Programm der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel bietet Ihnen große Freiheiten bei der Auswahl der Inhalte des Aufbaustudiengangs. Lediglich eine einsemestrige Einführungsveranstaltung in das deutsche Rechtssystem ist von allen LL.M.-Kandidatinnen und -Kandidaten zu belegen (mit Ausnahme von Kandidaten, die nachweislich über entsprechende Kenntnisse verfügen). Sie können einen "allgemeinen" LL.M. absolvieren, in dem Sie eigene Schwerpunkte setzen und ganz frei entscheiden, welche Vorlesungen Sie besuchen möchten. Oder Sie entscheiden sich für einen von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät angebotenen LL.M.-Schwerpunkt. Bei dieser Wahl werden Ihre Lehrveranstaltungen mit Ihrer/Ihrem Betreuer/in festgelegt.

Insgesamt müssen Sie in den beiden Semestern des Aufbaustudienganges zusammen Lehrveranstaltungen mit mindestens 16 SWS besuchen. Weitere Informationen finden Sie hier.

7. Wie finde ich die betreuende Professorin bzw. den betreuenden Professor, der am besten zu zur beabsichtigten Richtung meines geplanten Aufbaustudiums passt?

Eine Betreuungszusage eines/einer Professors/Professorin muss nicht vor der Zulassung, aber 4 Wochen nach Beginn der Vorlesungen vorliegen. Diese Professorin bzw. dieser Professor wird Sie während der Dauer Ihres Aufbaustudiums fachlich betreuen, d.h. neben der Festlegung von  Lehrveranstaltungen auch das Thema Ihrer schriftlichen LL.M.-Arbeit mit Ihnen besprechen.

Als erster Anhaltspunkt für die Auswahl eines/einer zu Ihrer geplanten Schwerpunktsetzung passenden Betreuers/Betreuerin können die Bezeichnungen der jeweiligen Lehrstühle dienen, des Weiteren kann der Liste der angebotenen Lehrveranstaltungen (wo Sie diese abrufen können, erfahren Sie hier) entnommen werden. Außerdem ist es sehr hilfreich, in den ersten zwei Wochen Ihres Studiums möglichst viele Lehrveranstaltungen von unterschiedlichen Lehrpersonen zu besuchen.

Je genauer Ihre Vorstellungen von der Setzung Ihres Schwerpunktes im Aufbaustudium sind, desto schneller und einfacher werden Ihnen die Professorinnen und Professoren Ihre Betreuungsanfrage beantworten können. Seien Sie aber auch für Anregungen der Professorinnen und Professoren hinsichtlich Ihrer Schwerpunktwahl offen.

Bei Unsicherheiten darüber, wer die passendste Betreuerin bzw. der passendste Betreuer für Sie ist, gibt Ihnen Frau Carmen Thies vom ERASMUS/LL.M:-Büro der Rechtswissenschaftlichen Fakultät gerne weitere Auskünfte.

 

8. Ist eine größere schriftliche Arbeit (LL.M.-Arbeit) als Teil des LL.M.-Programmes anzufertigen?

Ja. Alle Kandidatinnen und Kandidaten müssen bis spätestens Ende des zweiten Semesters eine schriftliche Arbeit von zwischen 80.000 und 140.000 Zeichen einschließlich Leerzeichen und Fußnoten  (entspricht etwa 40-60 Seiten) anfertigen (Abgabedatum: 30. September). Das Thema dieser Arbeit kann ab Ende des ersten Semesters in Absprache mit der betreuenden Professorin bzw. dem betreuenden Professor festzulegt werden.

9. In welcher Sprache muss ich meine LL.M.-Arbeit schreiben?

Die LL.M.-Arbeit ist wie alle anderen Prüfungen im Rahmen des LL.M.-Programms grundsätzlich in deutscher Sprache zu verfassen. Mit Zustimmung der betreuenden Professorin bzw. des betreuenden Professors kann die Arbeit aber ausnahmsweise auch in Englisch oder Französisch verfasst werden.

Bei LL.M.-Kandidatinnen/LL.M.-Kandidaten, die für das englisch-sprachige LL.M.-Programm angenommen wurden, sind alle Prüfungen in Englisch. Prüfungen können aber auch in deutscher Sprache abgenommen werden, wenn die/der Prüferin/Prüfer zustimmt.

10. Ist es möglich, statt einer schriftlichen Abschlussprüfung eine mündliche Prüfung zu machen?

Nach der Magisterordnung sind sowohl eine schriftliche, wie auch eine mündliche Prüfung möglich. Die Entscheidung über die Form der Prüfung aber liegt bei der Leiterin bzw. dem Leiter der jeweiligen Lehrveranstaltung. Klären Sie mit dieser bzw. diesem am besten frühzeitig, welche Art der Prüfung Sie am Ende des Semesters ablegen können.

11. An wen kann ich mich wenden, wenn ich weitere Fragen zum LL.M.-Programm habe?

Für weitere Fragen steht Ihnen Frau Carmen Thies zur Verfügung.