Vortragsreihe: Alternative Zugänge zur Rechtswissenschaft – Vielfältigkeit und Verschiedenheit als inhaltliches und methodisches Programm: Postkoloniale Perspektiven auf das Recht

20.06.2019 von 18:00 bis 20:00

CAP2, Hörsaal F

 

Ein Vortrag von:

Judith Hackmack, Referentin im European Center for Constitutional and Human Rights (ECCHR); Mitarbeiterin im Institut für juristische Intervention dort verantwortlich für die Arbeit zu den deutschen und europäischen Kolonialverbrechen und postkolonialen Kritiken am Recht.

Zum Vortrag:

Die Rechtskritik der Third World Approaches to International Law (TWAIL) und mehrere gegen ehemalige Kolonialmächte geführte Gerichtsverfahren haben postkoloniale Perspektiven auf das Recht in den letzten Jahren sichtbar gemacht. TWAIL problematisiert die historische Verknüpfung des Völkerrechts mit der Geschichte des Kolonialismus, Imperialismus und Sklavenhandels, kritisiert die Fortgeltung kolonialer Prinzipien im Völkerrecht der Gegenwart und will Stimmen aus dem globalen Süden im Völkerrecht Gehör verschaffen. Ohne eine rechtsnihilistische Position zu vertreten, wendet TWAIL sich gegen ein Narrativ, wonach das Völkerrecht und die Menschenrechte per se positiv sind. Der Vortrag gibt einen Überblick über diese heterogene Rechtskritik, ihre Rezeption und Ansätze einer postkolonialen Rechtspraxis.

 

Im Anschluss an den Vortrag freuen wir uns, Sie/Euch alle zu einem kleinen Empfang zusammen mit den Referent*innen einzuladen.

Gefördert durch den Diversitätsfonds und die zentrale Gleichstellungsbeauftragte der CAU.

Mehr Informationen zur Vortragsreihe: https://www.wsi.uni-kiel.de/…/aktuel…/veranstaltungen/andere

Kontakt: Sarah Imani, Jens Theilen, Katharina Wommelsdorff

 

https://www.wsi.uni-kiel.de/de/aktuelles/veranstaltungen/andere

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